Autarkes Induktionskochfeld — Was bedeutet das?

Aktuell liegt ein autarkes Induktionskochfeld absolut im Trend und erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Vor nicht allzu langer Zeit konnte man diese Kochfelder lediglich als teure Exoten in einem Spezialgeschäft erwerben. Heutzutage bieten die meisten Händler ein autarkes Induktionskochfeld an. Da diese äußerst sparsam sind, haben sie sich zu einer starken Konkurrenz für andere Kochtechnologien entwickelt.

Was ist ein autarkes Induktionskochfeld?

Die meisten Verbraucher sind sehr überrascht, wenn sie zum ersten Mal ein autarkes Induktionskochfeld verwenden, da dieses große Unterschiede zu einem konventionellen Herd aufweist. So können beispielsweise auf einem Induktionskochfeld lediglich magnetisierbare Töpfe und Pfannen verwendet werden. Sämtliche Kochutensilien, die nicht metallisch sind oder keine magnetischen Eigenschaften aufweisen, können mit diesen Kochfeldern nicht erhitzt werden.

Autarkes Induktionskochfeld - Glühbirne Grafik

„Autark“ ist griechisch und bedeutet „unabhängig“. Weiß man dies, lässt sich folgern, dass autarke Kochfelder unabhängig von einem Herdunterbau betrieben werden können. Sie bieten sich beispielsweise an, wenn Sie Ihren Herd auf Arbeitshöhe eingebaut haben möchten und ein separates Kochfeld benötigen.

Ein autarkes Induktionskochfeld erhitzt das metallische Kochgeschirr durch Wirbelströme, die induktiv erzeugt werden. Die Kochplatte selbst bleibt dabei in der Regel kalt und erhitzt sich nicht selbst. Erst wenn ein passender Topf auf ein autarkes Induktionskochfeld gestellt wird, erhitzt sich der Topf und wärmt dadurch die Speisen und das Kochfeld. Da dieses die entstandene Hitze speichert, ist das Kochfeld nach dem Erhitzen des Topfs ebenfalls warm.

Wie ist ein autarkes Induktionskochfeld aufgebaut?

Die Bestandteile eines Induktionskochfeldes sind überschaubar. Das Herzstück der Kochplatte bildet eine magnetische Spule, die aus feinen Drähten besteht. Diese Drähte sind miteinander verflochten. Durch ihre spezielle Anordnung entsteht bei einer elektrischen Einwirkung ein elektromagnetisches Feld. Dadurch wird ein Wirbelstrom erzeugt, der für die Induktion notwendig ist. In der Regel dichtet eine dicke Platte aus Glaskeramik das eigentliche Kochfeld ab.

Wie funktioniert ein autarkes Induktionskochfeld?

Sobald das Kochfeld angeschaltet wird, versorgt es die Spule mit Strom. Dadurch entsteht eine Spannung mit einer Stromfrequenz von 30 bis 45 Hz. Diese Spannung kann jederzeit verändert werden und sorgt dadurch für unterschiedliche Auswirkungen auf das Kochgeschirr. Die gesamte Energie des elektromagnetischen Wirbelstroms wird auf die Unterseite des metallischen Topfes übertragen und dadurch in Wärme umgewandelt. Dieses Verfahren bezeichnet man im Allgemeinen als Induktion.

Autarkes Induktionskochfeld - Kochtopf Grafik

Aus diesem Grund muss nicht zwangsläufig spezielles Induktionskochgeschirr verwendet werden. Es genügt ein Kochgeschirr, das aus einem Metall besteht, welches elektromagnetische Eigenschaften besitzt. Beispielsweise können alle Töpfe aus Gusseisen problemlos auf einem Induktionskochfeld verwendet werden. Um jedoch die beste Energieeffizienz zu erhalten, sollte der Boden des Kochgeschirrs aus Eisen bestehen. Dies ist in der Regel bei nahezu jedem handelsüblichen Kochgeschirr der Fall.

Direkt unter dem Kochfeld aus Glaskeramik befindet sich ein integrierter Fühler. Dieser misst die Temperatur und sorgt dafür, dass eine Überhitzung vermieden wird. Einige Töpfe besitzen eine leichte Aussparung in der Mitte ihres Bodens und verschlechtern dadurch den Kontakt zum Fühler. Aus diesem Grund ist ein solches Kochgeschirr nicht besonders gut für die Verwendung auf einem Induktionskochfeld geeignet. Bei zu hohen Temperaturen wird ein autarkes Induktionskochfeld automatisch abgeschaltet. Deshalb besitzen die meisten Induktionskochfelder einen integrierten Lüfter, der die Temperatur abkühlt.

Vorteile eines autarken Induktionskochfelds

besonders energiesparend
äußerst schnelles Kochen
volle Leistung binnen weniger Sekunden
unabhängig von einem Herdunterbau verwendbar
punktgenaues Kochen möglich.

Nachteile eines autarken Induktionskochfelds

anfällig für Beschädigungen
hohe Reparaturkosten

Brauche ich ein autarkes Induktionskochfeld?

Ein autarkes Induktionskochfeld ist sehr nützlich, wenn Sie regelmäßig kochen. Besonders bei aufwendigen Gerichten kann sich die Anschaffung lohnen, da der Kochvorgang viel schneller abläuft. Aus diesem Grund fällt die Energieeffizienz dieser Geräte auch deutlich höher aus als bei herkömmlichen Cerankochfelden. Experten und erfahrene Köche schätzen die Zeitersparnis eines Induktionskochfeldes auf ca. 35 %.

Autarkes Induktionskochfeld - Vorhängeschloss Grafik

Auch aus Gründen der Sicherheit kann sich der Umstieg auf ein Induktionskochfeld lohnen. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie kleine Kinder oder Haustiere besitzen. Da das Kochfeld lediglich indirekt durch den Boden des Topfes mit geheizt wird, kühlt es deutlich schneller ab. Sollte kurz nach dem Kochen ein kleines Kind versehentlich auf das Kochfeld fassen, fallen die Verletzungen deutlich geringer aus als bei einem Cerankochfeld. Darüber hinaus sinkt die Gefahr, sich an einem heißen Topf zu verbrennen.

Wird der Topf oder die Pfanne vom Induktionskochfeld heruntergenommen, erkennt eine integrierte Topferkennung dies automatisch und schaltet das Magnetfeld sofort ab. Wird der Topf hingegen auf die eingeschaltete Kochplatte gestellt, erfolgt unverzüglich die Aktivierung des Magnetfeldes. Dadurch werden Drehregler oder Knöpfe völlig überflüssig und können nicht versehentlich von Kleinkindern betätigt werden. Auch entfällt die Gefahr, den Herd nach dem Kochen versehentlich eingeschaltet zu lassen und einen Brand zu riskieren.

Ein Induktionskochfeld stellt die nächste Generation der Kochgeräte dar. Seine zahlreichen Vorteile überzeugen jährlich immer mehr Deutsche, sodass Experten vermuten, dass in wenigen Jahren nahezu jeder Haushalt über ein Induktionskochfeld verfügen wird. Während 2002 lediglich 12.000 Haushalte über ein solches Gerät verfügten, besaßen bereits 2008 über 230.000 Haushalte ein modernes Induktionskochfeld. Dies wurde neben den attraktiven Vorteilen vom immer weiter sinkenden Preis und zahlreichen Empfehlungen diverser Starköche begünstigt. In unserem Induktionskochfeld Ratgeber empfehlen wir, dass auch Sie sich von den vielen Vorteilen eines Induktionskochfeldes überzeugen und die Zeiten von Verbrennungen und anderen Gefahren in der Küche künftig hinter sich lassen.